Sylvia Flückiger-Bäni, Nationalrätin, Badweg 43, 5040 Schöftland, Tel. 062 721 32 30  / Homepage: werbelaube.ch

Erbschaftssteuerinitiative ist eine KMU-Killervorlage

Es ist ja schon interessant, dass bereits im Vorfeld der Abstimmung über die Erbschaftssteuerinitiative versucht wird, die Problematik mit schönsten Worten wegzudiskutieren.
In den nächsten Jahren stehen schweizweit rund 60‘000 Unternehmen vor der Nachfolgeregelung. Es sind dies in der Mehrzahl KMU wie Garagen, Schreinereien, Baugeschäfte etc., aber auch Hotels Gastro oder Landwirtschaftsbetriebe. Sie werden in einer entscheidenden Situation verantwortungslos geschwächt. In einer Zeit wo es liquide Mittel braucht, um den Fortbestand des Unternehmens zu garantieren, werden massive finanzielle Mittel mit der Erbschaftssteuer fällig und abgeschöpft, die sich vernichtend auswirken werden. Die fatale Rückwirkungsklausel bringt weitere Verunsicherungen.

 

Auf Teufel komm raus muss offenbar alles was in vielen Jahren mit Engagement, Weitsicht, grosser Verantwortung und dem Tragen des unternehmerischen Risikos erarbeitet wurde, um den Fortbestand des Unternehmens und der Arbeitsplätze zu garantieren, umverteilt werden, ohne jede Rücksicht auf die Auswirkungen.
Jedes Mittel scheint recht um ein Ziel zu erreichen, das wie ein Bumerang zurückschlagen wird.
Die Initianten schieben nicht definierte und vage formulierte Ermässigungen für KMU vor, welche vielleicht dann schützen sollen. Hätten die Initianten die Familien und die KMU wirklich nicht angreifen wollen, hätte man sie mit einem einfachen Satz im Initiativtext weglassen können.
Intakte Familienunternehmen und sichere Nachfolgeregelungen sind gerade auch für die Altersvorsorge sehr wichtig. Deshalb ist es besonders zynisch von den Initianten, ihre KMU-Killervorlage als Stärkung der Altersvorsorge zu verkaufen.

Sylvia Flückiger, Nationalrätin, Schöftland (Leserbrief)

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