Sylvia Flückiger-Bäni, Nationalrätin, Badweg 43, 5040 Schöftland, Tel. 062 721 32 30  / Homepage: werbelaube.ch

Sicherheit als zentrales Anliegen

Sylvia Flückiger-Bäni hat noch viel zu tun in Bern

Bereits in ihrer ersten Session als Nationalrätin vor beinahe acht Jahren stellte die SVP-Politikerin Sylvia Flückiger ihren ersten Antrag. Damals wie heute liegt ihr viel daran, die Sicherheit an Fussgängerstreifen zu erhöhen – mit der Wiedereinführung des Handzeichens seitens der Überquerenden. Bisher ist dies aber noch nicht gelungen. Die jeweiligen Abstimmungen verlor Flückiger zum Teil sehr knapp, nicht aber die Ausdauer und Hartnäckigkeit, an einem Thema dranzubleiben. „Ein Nein heisst bei mir noch lange nicht aufhören, sondern nach weiteren Möglichkeiten suchen. Als ehemalige Marathonläuferin habe ich gelernt, was Ausdauer heisst und weiss, dass man immer am Ball bleiben muss. Aufgeben kommt nicht in Frage. Deswegen bin ich auch so gerne in der Politik“, sagt Flückiger mit einem Lächeln, das ist genau gleich wie Marathonlaufen.

Sylvia Flückiger sieht in vielen Punkten Handlungsbedarf zur Erhöhung der Sicherheit an Fussgängerstreifen. „Die neue Kampagne der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) mit dem Namen „Rad steht, Kind geht“ finde ich sehr gut. Am Schluss ist es aber so, dass man an die Eigenverantwortung der Fussgänger appellieren muss.“ Es seien nämlich nicht die Kinder, die im Strassenverkehr unvorsichtig seien, sondern viel mehr die Erwachsenen, die sich oftmals falsch verhielten. Und nach wie vor gilt, der Streifen darf nicht überraschend betreten werden.

 

Wirtschaftliche Sicherheit

Doch auch in anderen Bereichen ist für sie Sicherheit wichtig. „Da ich selber ein Unternehmen zusammen mit meinem Mann leite, und in verschiedenen Verbänden tätig bin, sehe ich meine primäre Aufgabe darin, mich für das Gewerbe und die KMU einzusetzen. Dabei ist mir aktuell besonders wichtig, dass unsere Unternehmen auf stabile Rahmenbedingungen und Rechtssicherheit zählen dürfen und vor weiteren Steuern, Gebühren und Abgaben verschont bleiben.“ Die Belastung der Unternehmungen sieht sie als Mitglied der Wirtschaftskommission und als Vizepräsidentin des Aargauischen Gewerbeverbands als Dauerproblem. Statt Regulierungen und Bürokratie abzubauen, passiert das Gegenteil, die Unternehmen sind im Schnitt mit hunderten von Stunden belastet, um alle Vorgaben zu erfüllen. Viele Betriebe sind damit konfrontiert, dass sie ständig investieren müssen, um mit den neuen Vorschriften, teilweise auf Grund von EU-Vorgaben, mithalten zu können. So geht Zeit und Geld für die Produktivität verloren.

Besonders geärgert hat sich Flückiger über die Auswüchse, welche das Bundesgesetz für öffentliches Beschaffungswesen schafft. „Für die Osterweiterung des Bundeshauses wurden Fenster aus Tschechien geliefert, so weit sind wir mit unseren gesetzlichen Grundlagen gekommen: das schweizerische Gewerbe wird faktisch ausgebootet! Mit meiner Motion wollte ich sensible Bauten wie das Bundeshaus von diesem Gesetz ausschliessen, damit einheimische Anbieter wieder eine faire Chance erhalten. Zu meiner grossen Enttäuschung wurde die Motion abgelehnt, obwohl Exponenten der grossen Fraktionen unterschrieben hatten.“

Die 63-Jährige Mutter von zwei Söhnen setzt sich als Arbeitgeberin auch für die Arbeitnehmer ein. Gleicher Lohn für Mann und Frau bei gleicher Leistung, gleicher Bildung und gleicher Übernahme von Verantwortung ist auch für sie selbstverständlich. Dazu braucht es jedoch keine Lohnpolizei und neue Kontrollen und mehr Bürokratie. „Generell dürfen jedoch die Frauen auch etwas mutiger sein, und sich mehr zutrauen. Wieso nicht einfach ein Gespräch mit dem Chef suchen und vielleicht eine Weiterbildung machen? Ein guter Arbeitgeber weiss es sehr zu schätzen, wenn er kompetente, zuverlässige und unternehmerisch denkende Mitarbeiter hat, die zufrieden sind. Daher ist er auch bereit, dafür einen fairen Lohn zu zahlen.“

 

Schlechtes Rating bei der Umwelt

Für Flückiger-Bäni ist ein schonender und sorgfältiger Umgang mit der Umwelt enorm wichtig, wünscht sie sich immerhin eine Schweiz, in welcher sich die kommende Generation auch noch zu Hause fühlen kann. Als Präsidentin der Parlamentarischen Gruppe Jagd und Biodiversität steht die Achtung vor Flora und Fauna bei ihr an oberster Stelle. Doch bei der Auswertung der Umweltverträglichkeit der Parlamentarier landete Flückiger-Bäni auf dem hintersten Platz. Nur 2 Prozent ihrer Stimmabgaben fallen unter das Siegel umweltfreundlich. „Als ich diese Bewertung gesehen habe, habe ich nicht schlecht gestaunt. Ich werfe nie etwas achtlos weg, und trage Sorge zur Umwelt, weil das eigentlich die Aufgabe eines Jeden ist. Es hängt mit meiner Stimmabgabe für den Erhalt der Kernenergie und für die Unterstützung des Gewerbes zusammen, die oft nicht kompatibel ist mit der Politik der Linken und Grünen“, erzählt die SVP-Politikerin.

Zudem schlug Flückiger erst kürzlich mit einem weiteren Thema hohe Wellen. Für ein SVP Editorial beschrieb sie die Lage rund um eritreische Flüchtlinge, die in ihrer ehemaligen Heimat Ferien machten. Sie erhielt einige Rückmeldungen auf das Editorial; viele pflichteten ihr bei, einige wenige kritisierten sie aber auch heftig, dass dies ein reines Wahlkampfthema sei. Flückiger wehrt sich aber gegen diese Vorwürfe. „Ich habe das Thema bereits 2011 aufgenommen, als wir einen solchen Fall im Kanton Aargau hatten. Da versprach auch Frau Sommaruga sich der Sache anzunehmen und berief eine Arbeitsgruppe zum Thema ein. Seither wurden viele Reisen bewilligt, daher war es mir ein Anliegen, die Thematik wieder auf das Parkett zu bringen.“ Obwohl sie eine konsequente Haltung gegenüber Wirtschaftsmigranten hat, ist für sie ebenso klar, dass Menschen, die an Leib und Leben bedroht sind, Schutz finden sollen und die Schweiz hier ihre humanitäre Tradition leben soll, vor allem auch mit Hilfe vor Ort. 

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